Die Todesritter Gilde auf "Die Aldor"
 
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 Bewerbung: Tamarkan

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Tamarkan
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BeitragThema: Bewerbung: Tamarkan   Do Apr 21, 2011 3:17 pm

Was denkst du dir eigentlich dabei, ungebeten in diesen Thread zu schreiben, in welchem sich Gildenmitglieder vorstellen sollen?

Ich habe keine passendere Rubrick gefunden und baue darauf, daß jemand diesen Beitrag löscht oder verschiebt, sollte er ein zu großes Ärgernis darstellen. Meine Entschuldigung für diese Aufdringlichkeit.

Wer bist du überhaupt?

Nun, ich heiße... irgendwas mit F, habe die 30 überschritten und spiele World of Warcraft seit der Classic Beta.

Ach, noch so ein Klugscheißer der glaubt, daß es darauf ankommt, wie?

Nein, nein, das heißt natürlich nichts. Ich will damit nur sagen, ich kenne mich halbwegs in der Geschichte des Spiels aus.

Das sind... gut sieben Jahre... meine Güte, mußt du Zeit haben – Hartz-IV-Empfänger, wie?

Nein, nein, ich habe meinen Arbeitsplatz seit elf Jahren inne und es sieht nicht so aus, als ob sich daran in nächster Zeit etwas ändern wird. Das bringt zwar mit sich, daß ich unter der Woche meistens nur von 20 bis 23 Uhr on bin, aber dafür bin ich jemand, der in geregelten Verhältnissen lebt.

Hast du denn schonmal etwas von Rollenspiel gehört?

Oh ja – ich habe lange Jahre das klassische Pen & Paper gespielt, aber ihr meint sicher meine Erfahrungen in WoW. Nun, ich bin im letzten Dezember von der Forscherliga hierhergeflüchtet, als die Zustände dort zu schrecklich wurden und bislang ziemlich begeistert von der Aldor. Auf der Forscherliga war ich Teil einer einflussreichen Verlassenen-Gilde, habe an zahlreichen Plots teilgenommen und schließlich bei einer Kampagne assistiert, welche über fünf Monate lief und 70 Leute beider Fraktionen bewegt hat. Na ja, leider hörten die meisten meiner Bekannten dann auf zu spielen, das alte Lied. Jetzt suche ich ein neues Betätigungsfeld.

Du meinst, du willst einer weiteren Gilde einen Twink unterjubeln und dann nie mehr auftauchen, richtig?

Nein, nein! Ich bin lediglich mit einem Hordencharakter in einer Rollenspielgilde und habe daher genug Zeit, einen Charakter auf Seiten der Allianz mit der gebotenen Nachhaltigkeit darzustellen. Ich nehme das sehr ernst.

Hmm... ich weiß nicht... was für einen Char hast du denn bei der Allianz?

Einen Worgen-Todesritter.

Ähähä... ja... super, echt... wir unterstellen mal, daß du dir wenigstens die Mühe gemacht hat, unseren Eintrag im Aldor-Wiki zu lesen, ja? Da steht genau drin, daß wir Typen von deiner Sorte nicht wollen! Außerdem bist zu schon mit deinem nackten Barghest-Platzhalter im offiziellen Forum unangenehm aufgefallen - warum bewirbst du dich trotzdem ?!?

Weil es leichter ist, mit einer Ablehnung zu leben als mit dem Wissen, es nicht versucht zu haben.

Und was für einen Totenköter willst du uns andrehen?

Tamarkan, Ritter der Schwarzen Klinge. Sein Fell ist stumpf und hat jeglichen Glanz verloren. Um die Schnauze herum und im Gesicht ist das Fell dort, wo die Haut durch Erfrierungen abgestorben ist, weiß geworden – gelegentlich bilden sich sogar dünne Eisschichten um die Nase herum. Tamarkan hat sich innerhalb des Ordens einen Namen damit gemacht, meisterlich mit allen möglichen Waffenarten umgehen zu können. Er ist seinen Vorgesetzten gegenüber bedingungslos loyal und hat die meisten seiner Aufträge bislang zur vollsten Zufriedenheit ausge...

...weißt du, du hörst dich an wie all die anderen 500 Worgentodesritter, die wir schon abgelehnt haben, das ist an Langeweile und Hirnlosigkeit schon nicht mehr zu überbieten. Danke für deine Bewerbung, aber du kannst sofort Leine zieh...

...wartet, bitte! Gebt mir noch eine Chance! Ich verspreche, ich werde mir Mühe geben!

Ja, sicher, das sagen sie alle – aber schön, meinetwegen, soll ja keiner sagen wir wären unfair. Dann mal los, Köter, und gib dir wirklich Mühe!

Ja... vielen Dank... ich weiß das zu schätzen... also... das war so...

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Tamarkan
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BeitragThema: Re: Bewerbung: Tamarkan   Do Apr 21, 2011 3:18 pm

Lohenscheit, im Silberwald gelegen. Ein schneidend kalter Wind wirbelt ein paar vertrocknete Blätter auf und treibt sie raschelnd durch ein armseliges Trümmerfeld - mehr ist von dem einstmals idyllischen Dorf nicht übrig geblieben. Hier, wo sich Schatten und Staub hinter eingestürzten Häusern und halb verbrannten Barrikaden zusammenballen, ist nichts Lebendiges mehr zu finden – selbst die Ratten meiden den düsteren Ort, als ob sie ahnen würden, daß jede Seele, die sich heutzutage hierhin verirrt, verdammt ist.
Ein wenig abseits des ehemaligen Marktplatzes, auf welchem einzelne Knochen verstreut herumliegen und bleich im Mondlicht schimmern, recken verkohlte Bäume ihre verdorrten Äste klagend in den Nachthimmel, wie Gesichter anmutende Astlöcher formen sich auf abgestorbener Borke zu verzerrten Fratzen, die ihr Leid herauszuschreien scheinen.
Irgendwo hier, verborgen unter dicken Schichten von Erde und Unrat, ruht ein Schild im Boden, schon vor etlichen Jahren grob aus seiner Halterung gerissen und von unzähligen Geschöpfen niedergetrampelt... erst von menschlichen Füßen, dann von untoten Gebeinen in panzernen Stiefeln, dann von tierisch anmutenden Pfoten mit messerscharfen Klauen und letztlich erneut durch in Metall gehüllte Knochen. Es ist ein schlichtes Schild, doch würde es noch an seinem angestammten Platz hängen, könnte ein etwaiger Betrachter sehen, daß sich bei seiner Anfertigung durchaus Mühe gegeben wurde.
Heute ist es verrostet, verbogen und tief im Erdreich verborgen. Daß man seine Aufschrift überhaupt noch lesen könnte, ist allein den kunstvollen bronzenen Lettern zu verdanken, welche einzeln und mit viel Liebe zum Detail dort von fleißigen Händen angebracht wurden und welche bis heute überdauert haben.
„Thomas Merkan & Sohn, Schmiedewaren“ steht dort. Niemand wird dieses Schild lesen, denn niemand weiß, daß es hier begraben liegt... weil niemand mehr lebt, der sich daran erinnern könnte. Welche Familie auch immer sich hier einst ein Leben aufzubauen versucht hat, all ihre Bemühungen waren letztlich vergebens. Sie sind längst fort, zusammen mit all den anderen Dorfbewohnern.
Einige haben sich in reißende Bestien verwandelt und sind in den tiefen Wäldern des Silberwaldes verschwunden. Andere starben durch die Hand von Kreaturen, die längst hätten tot in der Erde liegen sollen, die aber dennoch, erfüllt von finsterster Magie, durch das Dorf gezogen sind und sich an seinen Bewohnern gelabt haben, woraufhin nicht wenige von ihnen sich erneut erhoben, zu einer unheiligen Existenz als wandelnder Toter verdammt.
Und ganz wenigen... ist sowohl das eine als auch das andere zugestoßen. Dieses sind vielleicht die bedauernswertesten von allen Opfern, denn sie sind von einem Alptraum in den nächsten gestürzt, ohne Hoffnung auf Erlösung, und was immer sie auch vor vielen, vielen Jahren einmal mit diesem Ort verbunden hat, sie haben es schon lange vergessen. Einem von diesen Unglücklichen kann man auch heute noch begegnen... und dieses ist seine Geschichte.
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Tamarkan
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BeitragThema: Re: Bewerbung: Tamarkan   Do Apr 21, 2011 3:20 pm

Manchmal, wenn er trotz aller Umtriebe zu wenig zu tun hat, huschen einzelne Fetzen von Bildern durch seine Gedanken. Sie sind nur für einen Sekundenbruchteil da, aber immer sind sie bunt und mit Geräuschen und Gerüchen erfüllt, mit Wärme und lächelnden Gesichtern. In solchen Momenten fängt er an zu brüllen und zu toben, weil er denkt, da treibt jemand ein Spiel mit ihm und lockt ihn mit Dingen, die unmöglich wahr sein können.
In solchen Momenten schlägt er seine Klauen in das nächstbeste, was ihm in die Tatzen kommt – einen Tisch, ein Banner, das Gesicht eines Kameraden, oft genug auch in seinen eigenen Körper. In solchen Momenten muß er all seine Willenskraft zusammennehmen um diese widerlichen bunten Fetzen aus seinem Geist zu verdrängen, denn er hasst sie, sie machen sich über ihn lustig, sie gaukeln ihm etwas vor, was schon lange nicht mehr Teil von ihm ist.

Meistens funktioniert es und sein Toben hat Ablenkung zur Folge, seien es Aufräumarbeiten, eine Prügelei mit dem hinterrücks verwundeten Kameraden, eine Maßregelung durch den Kommandanten oder das Verbinden seiner selbstgerissenen Wunden. Ab und zu jedoch lassen ihn diese Momente lange nicht mehr los, dann versucht er, sich an den Augenblick zu erinnern, in dem er sich zum ersten Mal seiner selbst bewusst geworden ist. So sehr er auch versuchen mag, diesen Augenblick mit den bunten Gedankenfetzen zu assoziieren, sie verwehen einfach in der Nacht und er landet immer wieder bei dem Bild seiner Hände, auf welche er herabblickt, welche er betrachtet als wäre er gerade aus einer tiefen Trance erwacht.


Eigentlich sind es gar keine richtigen Hände – es sind schwarz behaarte Tatzen mit zu langen Fingern, an welchen zu scharfe Krallen sitzen. „Sind das meine?“, denkt er und bewegt die grotesken Finger. Auf seinen glänzenden Krallen spiegelt sich das Licht von Kerzen, die an der Wand befestigt sind, aber auch über ihm hängen. „Sind das wirklich meine? Bin ich das?“, denkt er und ballt diese seltsamen Pranken zu Fäusten. Langsam dringen Geräusche an ihn heran und er hebt den Kopf und sieht sich um. „Bankettsaal“ ist das erste Wort, was ihm durch den umnebelten und gerade erst erwachenden Geist zuckt. Ja, es muß ein Bankettsaal sein – massive Tische, aneinandergereiht und ordentlich gedeckt, sehr feierlich, als ob eine große gesellschaftliche Zusammenkunft anstünde. Die Gäste allerdings sehen äußerst befremdlich aus – riesige gedrungene Gestalten, unter deren dicht behaarter Haut –„Fell“, schießt es ihm durch den Kopf – das Spiel beachtlicher Muskeln zu beobachten ist. Alle haben sie die Köpfe von Wölfen, massive Schädel mit langgezogenen Schnauzen, aus denen gewaltige Reißzähne ragen. Ihr Fell hat verschiedene Farben, manche sind schmutzigbraun, andere mausgrau, nicht wenige sind schwarz wie die Nacht... und ein großer Teil von ihnen ist weiß. Die Weißen sind irgendwie anders, sie heben sich von der Masse ab - sie haben rote Augen und sehen um einiges wilder aus, Geifer läuft ihnen aus den gefletschten Schnauzen und sie knurren die ganze Zeit.

Die meisten dieser urtümlicheren Kreaturen sitzen bereits am Tisch, aneinandergereiht auf verschlissenen Polsterstühlen und mit seidenen Servietten vor sich, als ob ein fremdartiger Zauber sie dazu gezwungen hätte, sich dieser Nachahmung menschlicher Riten hinzugeben. Viele andere stehen allerdings noch brav in einer Reihe neben den Tischen und alle sehen sie genau so verwirrt aus wie er selbst, der sich ebenfalls auf zitternden Pfoten in die bestialische Parade eingereiht hat.

Jede Wolfskreatur muss am oberen Ende der Tafel vorbei, bei welchem eine Gestalt –„Mensch“, schießt es ihm durch den Kopf- mit langen dunklen Haaren und in eine dunkelgraue Robe gewandet steht, offenbar jeden Gast anspricht und dabei seltsame Gesten mit den Händen vollführt.
Er rollt mit den Augen und seufzt, die Schlange ist lang, das kann noch dauern. Er versucht abzuschalten, wieder in diesen Zustand der Schwärze und Unwissenheit zurückzukehren, aus welchem er gerade erst erwacht ist. „Sie haben alle Hände wie ich.“, denkt er und betrachtet wieder seine Tatzen. „Heißt das, ich habe auch so einen Kopf?“ Seine Zunge sucht unwillkürlich nach Reißzähnen... und findet sie. Das ist ein unerwartet lustiges Gefühl und er muß kichern, was sich in einem hohen winselnden Laut äußert, der sich seiner haarigen Kehle entringt.

Plötzlich gibt ihm jemand von hinten einen Stoß und er findet sich unvermittelt vor dem Menschen –„Was, schon?!? Wo war ich denn mit meinen Gedanken?“- wieder. Unsicher bleibt er vor ihm stehen und macht zweifellos ein äußert dümmliches Gesicht, aber wie soll er sich schon verhalten? Was erwartet man von ihm? Das Antlitz des Menschen wird von einem dunklen Bart umrahmt, es ist sehr blass und seine Wangen eingefallen. Die dunklen Augen liegen tief in den Höhlen und sind voller –„Wahnsinn“, schießt es ihm durch den Kopf- irrer Lichter. Trotzdem teilen sich die Lippen des Mannes zu einem gütigen Lächeln, sein Blick nimmt eine seltsame Feierlichkeit an, er murmelt seltsame Worte in einer fremden Sprache, welche ein Prickeln auf seiner Haut verursachen, dann spricht er verständlich. „Und du, mein Sohn? Wie ist dein Name?“, fragt er mit einer volltönenden Stimme und lächelt immer noch.

Ein seltsamer Kerl, wovon faselt er da, was für ein Name? „Na komm, versuche es, sprich! Es ist gar nicht so schwer!“ Das ermutigende Nicken verfehlt seine Wirkung nicht und er –„ich“, durchzuckt es ihn- öffnet seine Schnauze. Ein zusammenhangloses Grollen entrinnt seiner Kehle. Der Mensch lacht schallend. „Das ist die Sprache, die du bisher gesprochen hast – im Wald war sie dir vielleicht nützlich, aber das wird hier nicht genügen. Versuche es nochmal, los doch, wie ist dein Name?“

Sekundenlang muß er überlegen und hört hinter sich das ungeduldige Kratzen von Krallen auf Stein. Er weiß nicht, woher die Worte dann plötzlich kommen, doch als er dieses Mal die Schnauze öffnet und sich seine Zunge bewegt, klingt es schon verständlicher. „To... Tom... Merkan...“ Der Mensch klatscht fröhlich in die Hände. „Na also, es geht doch! Sehr erfreut, Tamarkan, sehr erfreut! Du hast viel durchgemacht, bevor du zu mir gefunden hast, doch von heute an werde ich wie ein Vater für dich sein, das verspreche ich. Hiermit adoptiere ich dich und nehme dich als meinen Sohn an.“

Plötzlich ist der Zorn da, die Raserei, das Toben. Den Menschen packen und ihm seine elende Gurgel herausreißen, dazu hat er krallenbewehrte Hände, dazu sind sie gemacht! Schon zucken sie hoch, auf den faltigen Hals des Menschen gerichtet, doch da durchfährt ihn ein so qualvoller Schmerz, daß er in die Knie geht. „Aber, aber!“, sagt der Mensch tadelnd und lässt seine Hand wieder sinken, seine Augen jetzt voller dunkler Drohungen. „Benimmt man sich so an seinem ersten Tag daheim? Du hast noch viel zu lernen, Tamarkan! Vergiss das nicht... vergiss... das... nicht!“
Erneut zucken Schmerzen wie Feuer durch seinen gesamten Körper, seine Muskeln verkrampfen sich und wollen schier zerreißen, doch so schnell wie sie gekommen sind, so schnell sind sie auch wieder verschwunden. Von einer Sekunde zur anderen trägt der Mensch wieder sein Lächeln zur Schau. „So, das genügt wohl erstmal. Setz dich doch zu den anderen an den Tisch, Tamarkan, wir essen gleich. Geh nur.“ Mit diesen Worten winkt er ihn durch. Tamarkan versucht gar nicht erst, zu verstehen, was hier vor sich geht, warum dieser Verrückte hier die Perversion eines Banketts veranstaltet, er geht einfach weiter und steuert einen Platz an, der möglichst weit von diesen komischen Weißen entfernt ist.

In einer Ecke hinter dem Menschen schwebt eine halb durchsichtige Gestalt, die, ihrer ektoplasmischen Kleidung nach, mal ein sehr nobler Mann gewesen sein muss, bevor sie –„Geist“, zuckt es ihm durch den Kopf- wurde was sie heute ist. Ihre Gesichtszüge sind voller Qual und spiegeln nacktes Grauen wider. „Arugal... nicht...“, stöhnt sie. Der Mensch wendet sich halb zu der Gestalt um. „Halt den Mund, Silverlaine, ich habe mich um meine Kinder zu kümmern!“, knurrt er mürrisch.

Tamarkan beschließt, dieses irre Treiben zu ignorieren und setzt sich an den Tisch. „Ich muß dringend hier weg.“, denkt er. „Das kann nicht gut für mich sein.“ Er senkt den Kopf und starrt auf seine Hände... auf seine Pranken... wie das Kerzenlicht auf seinen Krallen glitzert... was man damit alles anstellen kann...
Als das Fleisch auf den Tisch kommt und die Bestien, durch Arugals Magie mehr schlecht als recht in Zaum gehalten, sich um die besten Brocken zu balgen beginnen, ist Tamarkans Geist schon wieder in Umnachtung zurückgesunken. Morgen, morgen wird er versuchen zu verstehen, aber für heute hat er erstmal genug gedacht.
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Tamarkan
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BeitragThema: Re: Bewerbung: Tamarkan   Do Apr 21, 2011 3:21 pm

Rumpeln... ständiges nervtötendes Rumpeln! Oh, wie er das Rumpeln hasst! Wenn er je hier heraus kommt, wird er diejenigen, die für das Rumpeln verantwortlich sind, einen langsamen und qualvollen Tod sterben lassen, sie werden leiden, oh, wie sie leiden werden! Er hat sich nicht blutig die Freiheit aus Arugals Sklaverei erkämpft um jetzt hier herumgerumpelt zu werden! Aber... wo ist überhaupt „hier“? Nur Dunkelheit... Dunkelheit und Kälte... oh, wie diese Dunkelheit und die Kälte gut tun, sie nehmen die Schmerzen, die er erlitten hat, sie kühlen die Wunden, die seinen Körper bedecken... mal tasten... feuchte Erde... feuchte Erde überall um ihn herum, an seinem Körper, zwischen seinen Fingern, in seinem Mund sogar. Na wartet, ihm feuchte Erde in den Mund zu stopfen... oh, wie sie leiden werden!

Moment... es hat aufgehört zu rumpeln... Stimmen... da draußen irgendwo... Stimmen, merkwürdig gedämpft und UUUH! ein gewaltiger Stoß, haben sie ihn etwa geworfen? Auf den Boden? Von etwas herunter? Jetzt reicht es... sind die Pranken stark genug? Ja, sind sie... da ist ein Deckel, da oben... rissiges Holz... wie naiv, ihn mit so primitiven Mitteln einsperren zu wollen... und jetzt einmal kräftig drücken, einmal Aufheulen daß die feuchte Erde aus dem Mund herausspritzt, und LOS!

Die heruntergekommene Rotte Gnolls, welche die mannsgroße Kiste in tiefster Nacht auf einem primitiven Karren bis zu der Lichtung an der Küste des Silberwalds gerollt hat, spritzt mit furchtsamem Quieken auseinander, als das, was bis gerade noch tot in der Kiste lag, sich einen Weg nach draußen bahnt – der Deckel zersplittert einfach und eine Gestalt erhebt sich, eingehüllt in Schatten und dem fauligen Hauch der Verwesung. Glühende Augen, in denen kalte Wut und ungezügelter Hass brennen, richten sich auf die zerlumpten Gestalten, mörderische Klauen öffnen und schließen sich unkontrolliert vor Mordlust.

„Aber, aber...“, weht eine sanfte Stimme aus der Dunkelheit zu ihnen heran. „Wer wird denn gleich diesen armen Geschöpfen Böses wollen, nur weil sie etwas ungeschickt waren auf Eurer... Reise...“ Die Gestalt schnaubt, schüttelt die Erde ab und steigt aus der Kiste, wobei die Gnolls immer noch respektvoll Abstand halten. Die Wolkendecke am Nachthimmel bricht auf und entblößt den Mond, welcher sein Licht zur Erde schickt als ob er nachsehen wolle, was sich dort an der Küste abspielt. Im fahlen Glanz seiner Strahlen erblicken die Gnolls, für welche der Inhalt der Kiste bislang nur eine Leiche wie jede andere war, die Gestalt eines riesigen Worgen, der noch nicht lange tot sein kann, so gut wie sein Körper erhalten ist.
„Aber wo sind nur meine Manieren... seid willkommen, seid willkommen und lasst mich Euch die besten Wünsche Seiner Majestät übermitteln... er freut sich bereits auf Euch.“ Der Worgen späht in die Büsche, aus denen diese seltsame Stimme kommt... sie klingt so sanft und doch fremdartig, als würde sie etwas an ihrem Mund am korrekten Sprechen hindern. Zwischen dem Blattwerk erhebt sich der dunkle Umriss einer Person... nein, es müssen mehrere sein – es sind zu viele Gliedmaßen für einen einzigen Mann. Eines davon rollt sich aus und zeigt auf das Meer hinaus, wo, nicht weit entfernt, ein Schiff von ungewöhnlicher Bauweise vor Anker liegt.

„Darf ich bitten... Ihr werdet bald an Bord gebracht werden, wo man sich um Euch kümmern wird. Aber zuerst...“ Der Sprecher tritt aus dem Unterholz auf die Lichtung hinaus und ein leises Plätschern ertönt – es ist einer der Gnolls, der nun, da er den Auftraggeber sieht, die Kontrolle über seine Blase verliert. Der Worgen schnuppert entzückt. „Was sagt man über Gnolls?“, weht die sanfte Stimme zu ihm herüber. „Sie... quatschen...“, stößt der Worgen grollend hervor und stellt dabei fest, daß er immer noch Erde im Hals hat. Während er tief in seinen Rachen hineinlangt um sie zu entfernen, zuckt ein stachelig behaarter Arm des Auftraggebers hoch. Um sie herum beginnt das Gebüsch zu rascheln, ein Schwall von Verwesung zieht über die Lichtung und vielfaches Stöhnen wird laut.
Die Gnolls haben nichtmals Zeit um zu begreifen, was hier gespielt wird, da stürzen sich die Ghouls bereits auf sie und verschlingen sie bei lebendigem Leib. Der Worgen fletscht die Zähne zu einem sardonischen Lächeln, doch in den fremdartigen Gesichtszügen des nerubischen Wesirs, welcher hier die Ausladung der Seuchenkisten und die Einladung des Rohmaterials überwacht, ist keine Gefühlsregung zu erkennen.

Er mustert den Worgen, fährt mit seinen Spinnenfingern durch das stumpf gewordene Fell und nickt zu sich selbst. „Erstaunlich... gibt es noch mehr wie dich?“ Der Worgen runzelt kurz seine haarige Stirn, dann nickt er und deutet mit seiner beachtlichen Pranke irgendwo nach Süden, wo Burg Schattenfang liegt. Der Wesir nickt zufrieden. „Dann sehe ich noch einer äußerst ertragreichen Nacht entgegen. Wohlan, Rekrut... es ist Zeit.“ Es bedarf nicht mehr vieler Worte... auf Geheiß des Wesirs stapft der Worgen auf staksigen Beinen zum Wasser, wo bereits ein kleines Boot wartet, beladen mit totem Fleisch und Knochen, doch auch mit anderen Passagieren – drei Menschen, einer davon lebend, die anderen beiden frisch reanimiert, ein wuchtiger Orc und eine dürre Gestalt mit spitzen Ohren. Einen Augenblick lang zögert er, sich hier niederzulassen, eigentlich hat er ja keine Lust auf eine weitere Reise ins Unbekannte... doch kaum daß er diesen Gedanken des Widerstands gedacht hat, bewegt sich sein Körper wie von selbst und zwingt ihn auf eine der schmalen Bänke, direkt neben das Spitzohr. Er hat keine Wahl. Er kann sich nicht wehren, so sehr er auch will. Ein ungutes Gefühl bemächtigt sich seiner, als die Segel gesetzt werden und das finstere Gefährt Fahrt aufnimmt, zu einem unbekannten Ort irgendwo in der Schwärze.


Zuletzt von Tamarkan am Do Apr 21, 2011 3:34 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Tamarkan
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BeitragThema: Re: Bewerbung: Tamarkan   Do Apr 21, 2011 3:24 pm

„Alles was ich bin, Zorn, Grausamkeit, Rache, verleihe ich Euch, mein erwählter Ritter! Ich schenke Euch Unsterblichkeit, auf daß Ihr ein neues dunkles Zeitalter der Geißel einleitet! Ihr werdet zu meiner Vergeltung... auf Euren Schritt folgt die Verderbnis... geht nun und folgt Eurer Bestimmung, Todesritter!“

Tamarkan erinnert sich noch genau an die Worte. Er erinnert sich noch genau, wie erhaben er sich danach gefühlt hatte. Alle Zweifel an seiner Daseinsberechtigung wurden mit einem Satz ausgeräumt, dort, in Acherus, gesprochen von einem Wesen, erfüllt von einer so unfassbaren Macht, daß er sie körperlich spüren konnte... sie gab ihm Kraft, sie gab ihm eine Bestimmung, sie gab seiner bloßen Existenz Sinn und er war seitdem von nichts anderem getrieben als dem Wunsch, dieses Wesen, seinen König, zufrieden zu machen. Er wollte, daß der König stolz auf ihn ist und unternahm alles dafür.
Wo die Runenklingen der anderen Todesritter einen Einwohner Neu-Havenaus lediglich niederstreckten, zerfleischte er den Kadaver noch und hängte ihn in die Bäume, um zusätzliches Grauen in die Herzen der Verteidiger zu tragen.
Wo die anderen Todesritter die Scharlachroten mit effizienten Streichen niederstreckten, spielte er mit ihnen, zog den Kampf in die Länge, gab ihnen das Gefühl, eine Chance zu haben um sie dann, als sie bereits wieder Hoffnung schöpften, mit umso grausameren Hieben seines Schwertes vor den Augen ihrer Kameraden in Stücke zu schneiden. Er nährte sich vom Leid der Lebenden, versuchte ihren Geist zu brechen bevor er ihnen das Leben nahm, war immer noch eine Unze unmenschlicher als andere... alles um den König stolz zu machen.

Er steigerte sich dermaßen in seine Aufgabe hinein, daß er am Ende einfach vergaß, erneut nur ein Sklave zu sein. Wo Argual ihn zu Lebzeiten magisch beherrscht hatte um groteske Parodien menschlicher Zeremonien abzuhalten, gab Seine Dunkle Majestät ihm das Gefühl, ein unverzichtbarer Teil der Armee von Untoten zu sein, die Geißel war seine Familie und er gab bereitwillig jeden Funken eigener Persönlichkeit auf um den Lohn für seine Mühen zu empfangen, das Wohlwollen des Königs... immer und immer wieder, mit jedem zuckend zu Boden fallenden Opfer, es war wie eine Droge, die seinen Geist umnachtete und alles ausmerzte was er einst war, ihn dafür jedoch mit Geschenken belohnte, von denen er nicht zu träumen gewagt hätte. Er war der Meister über Leben und Tod, die Entscheidung darüber lag allein in seinen Pranken, seine Klinge, täglich erneut liebevoll mit dem Blut der Gefallenen poliert, entschied wer lebte und wer starb, wer Futter für die Ghouls wurde und wer nicht allzu schwer verstümmelt wurde um vielleicht als ein Kampfgefährte aufzuerstehen. Alles lag in seinen Händen... dachte er.

Dann kam es zur Schlacht an der Kapelle des Heiligen Lichts... und was die glorreiche Krönung seiner beispiellosen Karriere in den Reihen der Geißel sein sollte, wurde zur entsetzlichsten Erfahrung, die er jemals machen musste. Der schützende Schleier, der ihn beständig mit Kraft und Energie versorgt hatte und von dem er stets gedacht hatte, es sei sein eigener Wille, entpuppte sich als der alleinige Wille des Lichkönigs, welcher ihn damit so effektiv versklavt hatte, daß er nur noch eine Marionette war. Alle Gedanken, die er gedacht hatte, waren gar nicht seine gewesen sondern immer nur die von Arthas... in all der Zeit gab es nichts, was Tamarkan vollbracht hatte, alles war nur durch die Hand des Lichkönigs geschehen – die Runenklinge mochte sich in der Hand des Worgen befunden haben, doch immer war es Arthas gewesen, der sie geführt hatte.

Als die Geißel ihn freigab, kehrte das Grauen zurück, ein Grauen, wie es nur wahre Erkenntnis verursachen kann. Zu guter Letzt erkannte Tamarkan, was tatsächlich mit ihm passiert war – er war von einem Alptraum in den nächsten gestürzt und jetzt hatte es ihn sogar das Leben gekostet. Alles was blieb, war eine leere Hülle, bewegt nur von nekromantischer Magie und beseelt lediglich von den Rudimenten eines geschundenen Geistes. Als er mit ansehen musste, wie Todesritter, die bislang Seite an Seite gekämpft hatten, anfingen, sich gegenseitig zu attackieren, nur weil in dieser neuen Welt, in die sie so plötzlich gestoßen wurden, Menschen und Orcs Todfeinde waren, fiel die Erkenntnis über ihn herein.

Mit der Erkenntnis kam die Verzweiflung. Sie war es, die ihn, kurz nachdem er seinen Bußgang durch Sturmwind bis hin zu König Wrynn hinter sich gebracht hatte, desertieren ließ. Er ließ die Mauern Sturmwinds einfach hinter sich und spazierte in die Welt hinaus um zu sehen, ob es noch etwas gab, was seiner Existenz einen Sinn verlieh. Ein sehr kleiner, aber immer noch vorhandener Rest von Sehnsucht nach Normalität trieb ihn dazu, die Nähe zu den Lebenden zu suchen, vielleicht hatten sie eine Aufgabe für ihn, vielleicht konnte er sich für jemanden nützlich machen. Er war selbst überrascht, wie schnell die Zweifel wieder verschwanden.

Mit jedem Hof, von dem er gejagt wurde, mit jeder Forke, die nach ihm schlug, mit jedem Stück fauligen Obstes, mit dem man ihn bewarf, verblasste der Schmerz, bis daß eines Tages, nachdem er tief im Wald einen Jäger getötet hatte, der ihn unbedingt als Trophäe mit nach Hause hatte nehmen wollen, eine andere Erkenntnis in ihm aufkeimte: die „Zivilisation“, die so stolz auf ihre Errungenschaften war, bezog ihren Status alleine aus dem Handeln von Personen, die man gemeinhin als „Helden“ bezeichnete. Die Zivilisation war ein unglaublich zerbrechliches Gefüge und musste von tapferen Einzelnen beschützt werden, damit sie angesichts von unerwartet auftauchenden Bedrohungen nicht komplett auseinanderfiel und sich ihre Bürger in selbstsüchtige Bestien verwandelten... denn das waren sie, oh ja – tief in ihrem Inneren waren all jene Gestalten, die sich in kostbare Kleidung hüllten, prächtige Zierwaffen führten und lauthals Reden über ihre eigene Tugendhaftigkeit und die des „Lichts“ schwangen, ängstliche Egoisten, erfüllt von Todesangst vor den Unwägbarkeiten des täglichen Lebens.

Von diesen angesehenen „Bürgern“ konnte man nicht erwarten, daß sie das größere Gut unterstützen wenn der Preis, den sie persönlich dafür zu zahlen hatten, zu hoch wurde. Tamarkan konnte es tun. Er konnte die Zivilisation schützen. Er besaß nichts, er hatte nichts zu verlieren, kein Preis war ihm zu hoch. Tamarkan gehörte nicht zu den Leuten, die selbstgefällig über den Kathedralenplatz spazierten und sich in dem Licht sonnten, welches andere abstrahlten, nein. Tamarkan war ein Held und es gab nur einen Ort, an dem er, ohne Kompromisse, einer sein konnte.

Ein schabendes Geräusch erklingt, als die Klauen des Knochengreifs auf dem kalten Stein von Acherus aufsetzen. Tamarkan steigt ab, würdigt den Flugmeister keines Blickes und begibt sich ohne Umschweife zum Eingang zur Festung, an welchem Siouxsie die Banshee steht. Sie muß nichts sagen, ihr Blick spricht Bände – „Na, wieder zurück?“, sagt er und flackert vor stiller Befriedigung. Tamarkan hebt die Hand zum Gruße, betritt die Festung und begibt sich auf direktem Wege zu Hochlord Darion Mograine um seine Strafe zu empfangen. Der Hochlord bestraft ihn nicht. Er nickt nur, nimmt die Anwesenheitsmeldung ab und teilt ihm eine Aufgabe in der Festung zu. Tamarkan ist nicht der Erste, der auf diese Weise vor ihn tritt, und er wird bestimmt nicht der Letzte sein. Aber sie kommen alle zurück. Früher oder später kommen sie alle zurück. Ihnen wurde Unsterblichkeit geschenkt und sie sind Teil des neuen Zeitalters, ob sie wollen oder nicht.
Mograine hebt die Hand, als Tamarkan sich zum Gehen wendet um seinen Dienst wieder aufzunehmen, seine Abschiedsworte hallen noch lange in den Ohren des Worgen nach: „Geht nun und folgt Eurer Bestimmung, Ritter der Schwarzen Klinge.“


Zuletzt von Tamarkan am Do Apr 21, 2011 6:49 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Bewerbung: Tamarkan   Do Apr 21, 2011 3:26 pm

Lohenscheit, im Silberwald gelegen. Ein schneidend kalter Wind wirbelt ein paar vertrocknete Blätter auf und treibt sie raschelnd durch ein armseliges Trümmerfeld - mehr ist von dem einstmals idyllischen Dorf nicht übrig geblieben. Irgendwo hier, verborgen unter dicken Schichten von Erde und Unrat, ruht ein Schild im Boden, schon vor etlichen Jahren grob aus seiner Halterung gerissen und von unzähligen Geschöpfen niedergetrampelt...

Seine Materie ist so tot wie alles andere im Dorf, daher macht es sich auch keine Gedanken darüber, was mit dem Mann passiert ist, der es vor so vielen Jahren angefertigt hat.
Es weiß nicht, daß dieser Mann am Fuße der Eiskronenzitadelle gekämpft hat, in dem festen Glauben, daß seine Existenz ebenfalls endet wenn der Lichkönig vernichtet wird.
Es weiß nicht, daß dieser Mann einen reißenden Schmerz in der Brust verspürt hat, als es schließlich endlich so weit war, und daß dieser Schmerz beinahe verdrängt wurde von einem Gefühl der Freude darüber, daß es nun endlich vorbei ist.
Es weiß nicht, daß dieser Mann zu seiner Überraschung feststellte, daß er nach wie vor existiert und daß er diesen Umstand als Beweis dafür annahm, daß seine Existenz in dieser Welt gewollt ist – daß er dazu berufen ist, als Teil der Schwarzen Klinge die unwissenden Narren zu beschützen, die ihr Leben und ihren Wohlstand als selbstverständlich ansehen.
Es weiß nicht, daß der Mann sein Dasein in heutiger Form akzeptiert und einen Lebenssinn darin gefunden hat, alles niederzumetzeln, was das Leben und den Wohlstand dieser Narren bedroht, denn schließlich zahlen sie dafür. Hähä... Narren...

Es weiß nicht, daß der... Worgen-Todesritter... in diesem Moment einen Aushang liest und schon bei den Worten „Ihr, die ihr Euren Dienst und Pflicht erfüllt habt. Ihr, die ihr durch die Wildnis streift, ohne Ziel, ohne Nutzen. Ihr, die ihr von unseren vermeintlichen Verbündeten verachtet, angespuckt und aus den Städten verjagt werdet...“ zu denken beginnt, daß er für so eine Aufgabe gut geeignet sein könnte.

Es weiß nicht, daß die Welt um den Silberwald herum durch den Ansturm einer gottgleichen Entität, die letztlich auch nur eine Marionette ist, zu bersten begonnen hat. Doch sicher wäre es stolz darauf, daß der Mann, der es einst geschaffen hat, sich nun dafür einsetzt, diese Welt zu erhalten. Zwar ist er in den Augen aller anderen eine ultimative Monstrosität und erfüllt seine Aufgaben für schnödes Gold, doch letztlich kommt es doch eigentlich nur darauf an, daß Azeroth und seine Bewohner von seinem Handeln profitieren, auch wenn sie es niemals zugeben würden – und das spricht doch irgendwie für ihn.
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Aerinos
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BeitragThema: Re: Bewerbung: Tamarkan   Do Apr 21, 2011 9:33 pm

Ich muss sagen das ist eine der beeindruckensten RP-Vorstellungen, die ich seit langem lesen durfte; der Eingangsteil ist lustig und die Geschichte schön geschrieben - danke dafür.

Wir haben uns ja schon im Realmforum ausgetauscht und nun hast du auch meine letzten Zweifel über deinen Worgen ausgemerzt. Dennoch würde ich mir auch ingame ein Bild von dir machen.

Vielleicht kannst du mich ja morgen kurz anflüstern oder am Wochenende....oder irgendjemanden von uns. Wir sind alle nett und freundlich - und wenn das Zusammenspiel passt, steht einer Aufnahme absolut nichts im Weg. Ich bin noch immer sehr begeistert; sehr schöne Geschichte.
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Ormandra
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BeitragThema: Re: Bewerbung: Tamarkan   Fr Apr 22, 2011 7:04 pm

Dem kann ich mich nur anschliessen. Wirklich eine tolle Hintergrundgeschichte.
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Yannia Dunkelschraub
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BeitragThema: Re: Bewerbung: Tamarkan   Sa Apr 23, 2011 10:14 am

Aerinos schrieb:
Ich muss sagen das ist eine der beeindruckensten RP-Vorstellungen, die ich seit langem lesen durfte; der Eingangsteil ist lustig und die Geschichte schön geschrieben - danke dafür.

Wir haben uns ja schon im Realmforum ausgetauscht und nun hast du auch meine letzten Zweifel über deinen Worgen ausgemerzt. Dennoch würde ich mir auch ingame ein Bild von dir machen.

Vielleicht kannst du mich ja morgen kurz anflüstern oder am Wochenende....oder irgendjemanden von uns. Wir sind alle nett und freundlich - und wenn das Zusammenspiel passt, steht einer Aufnahme absolut nichts im Weg. Ich bin noch immer sehr begeistert; sehr schöne Geschichte.

Wir sind Nett?

*Schaut auf ihr "Vorsicht Gnom" Schild*

Ah...ha?

OT:
Ein schöne Bewerbung, und ein netter Roman für den Abend. Ich freue mich den ersten guten Worgen DK begrüßen zu können. Darf ich an die Versuche machen? Ich hab da ein paar Spielzeuge....
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Elendiel
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BeitragThema: Re: Bewerbung: Tamarkan   Mi Mai 04, 2011 1:23 pm

Wunderbar, wirklich. Ich hoffe, wir begegnen uns auch mal im Spiel.
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Girlan
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BeitragThema: Re: Bewerbung: Tamarkan   Di Mai 10, 2011 10:14 am

Wirklich beeindruckend! Von dir würde ich mir sogar mal ein Buch durchlesen ;-)
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